„Zeitreise ins Gestern“ verbindet Jung und Alt
08.05.2026 – P R E S S E B E R I C H T
Im Rahmen des Teilhabe- und Begegnungsangebots „Zeitreise ins Gestern“, das durch den Bayerischen Demenzfonds gefördert wird, fand am vergangenen Montag ein intergenerativer Austausch im Mehrgenerationenhaus Haßfurt (MGH) statt.
Schülerinnen und Schüler des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt gestalteten gemeinsam mit teilnehmenden Seniorinnen und Senioren einen lebendigen Nachmittag. Im Vorfeld organisierten fünf Schülerinnen der 11. Jahrgangsstufe die Veranstaltung im Rahmen ihres P‑Seminars zum Thema „Werte machen Schule“ im Fach Religion unter der Leitung ihrer Lehrerin Frau Dellert.

Die Elftklässlerinnen ernteten viel Lob von den älteren Menschen für die Organisation des Nachmittags (Foto: Friederike Schulz/MGH)
Im Mittelpunkt stand der Dialog zwischen den Generationen: Neben den Seniorinnen und Senioren nahmen auch Schülerinnen und Schüler der 5. Jahrgangsstufe teil. In vorbereiteten Gesprächsrunden und gemeinsamen Aktivitäten wurde ein Raum geschaffen, in dem Erinnerungen ausgetauscht, Erfahrungen geteilt und gegenseitiges Verständnis gefördert werden konnten.
Die Vorbereitung der Fünftklässler erfolgte im Vorfeld durch die Seminargruppe der 11. Jahrgangsstufe. Dabei wurde besonderer Wert auf altersgerechte Zugänge gelegt. Mithilfe von Fragenkärtchen und eigenen Ideen konnten die Schulkinder aktiv den Austausch mit fremden Menschen der Generation ihrer Großeltern gestalten.
Katharina (10) zeigte sich begeistert von dem Nachmittag: „Ich fand es sehr toll, und es hat mir viel Spaß gemacht. Besonders schön fand ich, dass wir uns so gut unterhalten und auch miteinander gelacht haben“. Auch die älteren Menschen bewerteten die Veranstaltung durchweg positiv. „Ich bin begeistert, wie die Jungs und Mädchen den Nachmittag organisiert und gemeistert haben. Sie haben tolle Fragen gestellt, und wir sind gut miteinander ins Gespräch gekommen“, äußerte sich eine teilnehmende Seniorin.

In Kleingruppen tauschten sich Jung und Alt über das Thema aus (Beide Fotos: Friederike Schulz/MGH)
Die Veranstaltung fand im Rahmen des Projekts „Lernen durch Engagement“ (LdE) des MGHs statt. LdE, auch bekannt als „Service-Learning“, ist eine Lehr- und Lernform, die gesellschaftliches Engagement von Schülerinnen und Schülern mit fachlichem Lernen verbindet. Die Jugendlichen setzen gemeinnützige Projekte im Sozialraum um und sammeln durch ihr Handeln demokratische Erfahrungen. Das MGH fungiert dabei als Kompetenzzentrum, berät und unterstützt Schulen und deren Schüler bei der Entwicklung und Durchführung solcher Projekte. Dabei zeigt sich, dass „Lernen durch Engagement“ gelebte Demokratie von jungen Menschen mit allen Generationen ist.
Die Zusammenarbeit zwischen dem Mehrgenerationenhaus Haßfurt und dem Regiomontanus-Gymnasium war ein voller Erfolg. Durch das aktive Mitwirken erhielten die jungen Leute nicht nur wertvolle Einblicke in gesellschaftliche Herausforderungen, sondern lernten auch, Verantwortung zu übernehmen und Empathie zu entwickeln.
Bei LdE-Projekten wird deutlich, wie Lernen und Engagement ineinandergreifen können. Sie sind ein gelungenes Beispiel dafür, wie Bildung über den Unterricht hinausgeht und einen wertvollen Beitrag zur Gemeinschaft leisten kann.
Schulen und Lehrkräfte, die Interesse an LdE haben, können sich im Mehrgenerationenhaus Haßfurt unter 09521/952825–0 oder per Mail an mghhassfurt.kv-has@brk.de melden.
Links zum Thema:
- Programmvorstellung: Lernen durch Engagement (LdE)
- Angebotsvorstellung: Zeitreise ins Gestern
- Download: Poster (JPG)
- Pressebericht zur Auftaktveranstaltung: Wo Erinnerungen lebendig bleiben
- Programmvorstellung: Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz
- Fachstelle für pflegende Angehörige
