„Ein Haus voller Leben”
Laudatio von Prof. Dr. Detlef Krüger

10 Jahre Mehrgenerationenhaus Haßfurt – Jubiläumsfeier am 15.9.2018


Sehr geehrter Herr Bürgermeister Werner,
meine Damen und Herren.

Das Mehrgenerationenhaus Haßfurt –
ein Haus voller Leben!

„Häuser” bieten Schutz, sie bilden Gemeinschaft, sie bringen Menschen voran, sie schaffen Platz für Austausch und fördern Ideen.

Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt ist ein Generationenverbund von Menschen, die sich in unterschiedlichen Lebensabschnitten befinden und gemeinsam hier Freude erleben, etwas Lernen, zusammen singen oder handarbeiten oder Computerkenntnisse austauschen, Freundschaften oder Patenschaften schließen, sich als Kinder entwickeln und spielen, oder, oder, oder – das MGH ist auch ein Markt der Möglichkeiten mit seinen vielleicht 100 verschiedenen Angeboten. Die Angebote werden professionell begleitet, sie sind niederschwellig und an den Bedürfnissen der Menschen am Ort ausgerichtet. Immer auch am Puls der Zeit – nur zwei Beispiele: die 3D- Drucker Arbeitsgruppe, das E-Bike Freizeitangebot.

Das Haus hier am Marktplatz in Haßfurt lebt viele Leben!

    • das Leben der Mitbürger
    • das Leben in Kinderwelten
    • das Leben der freiwillig Engagierten
    • das Leben der hauptamtlichen Mitarbeiterinnen
    • das Leben der weit vernetzten Kooperationspartner

    alles Leben unter einem Dach und in den drei Etagen des Mehrgenerationenhauses – ein freundliches und offenes Miteinander das ganze Jahr über und 65 Stunden jede Woche!
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    Jubiläumsgrußwort
    des Bürgermeisters Günther Werner

    Liebe Ehrengäste,
    meine sehr verehrten Damen und Herren,

    10 Jahre Mehrgenerationenhaus Haßfurt ist natürlich ein Grund zum Feiern, deshalb freue ich mich sehr, dass Sie alle der Einladung gefolgt sind, um hier in unserer historischen Rathaushalle das runde Jubiläum unseres Mehr­gene­ra­tio­nen­hauses zu begehen.

    Kurz etwas zum Gebäude, in dem Sie sich heute befinden: Das Alte Rathaus wurde an der Stelle des ehemaligen Haßfurter Bürgerhofes zwischen 1514 und 1516 errichtet. Das Erdgeschoss, bzw. die Halle, in der wir uns heute befinden, diente wohl zur Abrichtung der Reitpferde, als Lager, Feuerlöschzentrale, Remisenhalle für Wägen, Rüstkammer sowie als Raum für die Feuerspritze und beherbergte die Stadtkasse.

    Im 1. Obergeschoss wiederum gab es eine dreischiffige Halle, die als Bürger-, Hochzeits-, Theater- und Tanzsaal und als Tuchboden diente. Wichtigster Raum im 2. Obergeschoss war die große Ratsstube.

    Das Alte Rathaus diente bis zum Umzug 1994 ins Gebäude des ehemaligen Landratsamtes als Sitz der Stadtverwaltung. 2004 wurde es nach einer umfassenden Sanierung eingeweiht und wieder als Teil der Stadtverwaltung genutzt. Im 1. Obergeschoss ist das Ordnungsamt der Stadt mit BürgerBüro und Standesamt eingezogen. Bei diesen Arbeiten wurde im Erdgeschoss die frühere Hallensituation wiederhergestellt, so dass hier wieder ein Begegnungsraum entstanden ist, in dem die Kulturveranstaltungen der Stadt, aber auch private Feiern stattfinden können.

    Sie sehen, dieses Gebäude hier dient seit über 500 Jahren den Menschen, es war immer ein Ort an dem Bewegung herrschte. Ein Ort, an dem immer schon Menschen zusammengekommen sind, jung und alt, miteinander redeten, feierten, sich austauschten und die sich hier auch gegenseitig unterstützten.

    Und so ist es mehr als passend, dass wir in diesem Gebäude das Jubiläum des Mehrgenerationenhauses Haßfurt feiern, das seit nunmehr 10 Jahren hier nebenan am Marktplatz 10 in unmittelbarer Nähe seinen festen Platz in unserer Stadt gefunden hat. Mit seinem Konzept ist es die treibende Kraft des bürgerlichen Engagements in unserer Stadt und für mich sehr überzeugend in seiner Arbeit.

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    Grußwort: BRK-Präsident Theo Zellner

    anlässlich des 10-jährigen Jubiläums
    des Mehrgenerationenhauses Haßfurt

    BRK-Präsident Theo Zellner


    Liebe Leserinnen und Leser,
    liebe Freunde des Bayerischen
    Roten Kreuzes,

    die Arbeit in unseren Mehrgenerationeneinrichtungen ist ein unverzichtbarer Teil der Familienarbeit im Bayerischen Roten Kreuz. Wir leben in einer Zeit, in der es viele ältere Menschen gibt, die über einen unermesslichen Schatz an Erfahrungen und Erinnerungen verfügen. Dieses nahezu ungenützte Potential gilt es zu heben und wertzuschätzen. Eines unserer wichtigsten Ziele ist es, den Zusammenhalt zwischen den Generationen auch außerhalb der Familie zu stärken.

    Jede Mehrgenerationeneinrichtung ist ein Ort der Begegnung. Sie bietet gene­ra­tions­über­grei­fend Platz für Engagement und vermittelt vielfältige praktische Hilfen im Alltag. Alt und Jung profitieren vom Miteinander, gewissermaßen eine Übertragung des Prinzips Großfamilie in unsere Gesellschaft.

    Das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt, das von den Aktiven unseres BRK-Kreis­ver­ban­des Haßberge bestens geführt wird, ist unter den Mehrgenerationenhäusern in Bayern besonders hervorzuheben: Die gleichstarke Gewichtung der gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­den Arbeit mit Rücksicht auf Besonderheiten einzelner Generationen, der Einbringung von Angeboten im Rahmen des freiwilligen Engagements, mit und für Familien gestalteten Programme und nicht zuletzt aber auch der starke Einsatz in der Integration und Ausbildung von Menschen mit Migrationshintergrund sind nur ein kleiner Teil der großen Leistungsvielfalt des Mehrgenerationenhauses in Haßfurt. Durch die zentrale Lage, mitten am Marktplatz der Stadt Haßfurt, bildet dieses Haus bis in die späten Abendstunden hinein eine gute Anlaufstelle für die Wünsche und Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger.

    Zum 10-jährigen Jubiläum dieser vielversprechenden Einrichtung wünsche ich dem Team um Einrichtungsleiterin Gudrun Greger weiterhin viel Erfolg und stets die Moti­vation und den Mut, auch Neues zu wagen. Als Präsident des Bayerischen Roten Kreuzes freue ich mich besonders darüber, dass es in unserem wunderbaren Ver­band Pro­gramme und Einrichtungen gibt, in denen sich alle Altersgruppen wieder­finden, zusammenkommen und voneinander lernen können.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihr
    Theo Zellner

    Bundesinnenminister Horst Seehofer gratuliert zum 10jährigen Jubiläum des Mehrgenerationenhauses Haßfurt

    Bundesinnenminister Horst Seehofer gratuliert zum 10jährigen Jubiläum des Mehrgenerationenhauses Haßfurt
    10 Jahre prägt das Mehrgenerationenhaus Haßfurt nun das Leben der Bürgerinnen und Bürger seiner Stadt und der anliegenden Gemeinden. Direkt am Marktplatz gelegen, ist es zentraler Anlaufpunkt für viele Menschen, die hier gemeinsam lernen, lachen, leben und sich gegenseitig unterstützen. Menschen aller Generationen und Herkünfte treffen hier einan­der und bringen ihre Talente, Kompetenzen und ihr Wissen füreinander ein. Ermöglicht wird dies durch das große Engagement zahlreicher Bürgerinnen und Bürger sowie durch Fördermittel von Bund, Land und Kommune und das Deutsche Rote Kreuz.

    109.500 Nutzungen hatte das Mehrgenerationenhaus Haßfurt im Jahr 2017. Das sind fast 300 täglich. Auf eine Dekade gerechnet, beherbergt damit das Haßfurter Mehrgenerationenhaus einen unbezifferbaren Schatz an wertvollen Begegnungen.

    Mich freut besonders, dass es hier gelungen ist, ein ganzheitliches Angebot zu schaffen: Familienarbeit wie Integration, Bildung wie freiwilliges Engagement und Selbst­bestim­mung im Alter – ein Angebot, das sich an alle Menschen richtet und einander nahe bringt.
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    Dr. Martin Sage im Haßfurter Tagblatt:

    Dr. Martin Sage (Haßfurter Tagblatt)

    STANDPUNKT
    Der große Wert des Strickkurses

    Haßfurter Tagblatt am 07.02.2018

    Im Mehrgenerationenhaus Haßfurt (MGH) erinnert man sich mit Grauen an die Aussage eines früheren Lokalpolitikers in der Anfangszeit der Einrichtung: „Stricken können die alten Leute auch zuhause“, stufte besagte lokalpolitische Größe einen Handarbeitskurs im MGH als ebenso überflüssig ein wie wohl das Sozialhaus insgesamt.

    Jener Herr hatte nicht im Ansatz begriffen, worum es beim Schwingen der Nadel vorrangig ging. Nicht um das Vermitteln von handarbeitlichen Fertigkeiten oder der Produktion von Mützen. Sondern um die sozialen Kontakte, mithin: um Mitmenschlichkeit. „Wenn die älteren Menschen zu uns kommen, wenn sie sich in der Gemeinschaft wohlfühlen, fangen sie an zu erzählen – von ihren Wünschen und Hoffnungen, aber auch von ihren Sorgen und Nöten. Da können wir oft ansetzen und helfen“, beschrieb Gudrun Greger, die Leiterin des MGH, den wahren Sinn des Kurses kürzlich gegenüber dieser Redaktion.

    Zehn Jahre alt wird das Mehrgenerationenhaus in diesem Herbst. Und in der Bevölkerung und unter den lokalpolitischen Akteuren ist die Wertschätzung für die Einrichtung stark gewachsen. Weil das MGH gute Arbeit macht, viele Menschen davon profitieren und manche von ihnen auf die Angebote – etwa zur Betreuung von Kleinkindern – schlicht angewiesen sind. Und allmählich verliert die alte Machogeneration an Gewicht, die der felsenfesten Überzeugung ist, dass es schon seit jeher Aufgabe der „Weiber“ ist, sich am besten zu Hause um die Kinder und die Alten und das ganze soziale Zeug zu kümmern, gratis versteht sich, weil „frau“ eh nichts Besseres zu tun hat. Ergo, dass es keines Mehrgenerationenhauses bedürfte.

    Die jüngeren Männerjahrgänge, die selbst den Kinderwagen geschoben und den Sprössling eigenhändig gewickelt oder gefüttert haben, begreifen viel mehr, dass das Kümmern um Kinder oder die Fürsorge für die demenzkranke Oma mehr als Pipifax ist. Freilich kommt hinzu, dass der Mangel an Facharbeitskräften auch im Landkreis und in jeder Gemeinde den Druck erhöht, umfassende Betreuungs- und Versorgungsangebote zu schaffen. Auch von daher ist die Kreispolitik froh, dass es das MGH gibt.

    Trotzdem zeigt sich am Beispiel MGH Haßfurt, wie weit unsere Gesellschaft davon entfernt ist, den wahren Wert derartiger Sozialhäuser zu erahnen. Am stärksten kommt dies dadurch zum Ausdruck, dass das MGH Jahr für Jahr bei der Kreisstadt und dem Landkreis um Zuschüsse betteln muss und streng genommen nie Planungssicherheit über zwölf Monate hinaus hat. Auch der Bund könnte plötzlich seine Förderung streichen. Das mag unwahrscheinlich sein, lässt aber erahnen, dass die Existenzängste der Häuser die Politik wenig bekümmert. Man fragt sich, wie viele vergleichbare Projekte es im Landkreis gibt, die sich derart von Jahr zu Jahr hangeln müssen.

    Erstaunlich ist auch, wie selbstverständlich vielen Bürgern und Mandatsträgern gerade das gewaltige ehrenamtliche Engagement erscheint. So als sei es das Normalste der Welt, sich in sozialer Arbeit zu verschenken – was die Freiwilligen sicher gerne tun. Aber man stelle sich vor, man verlangte von einem Ingenieur, eine Kreisstraße für einen Apfel und ein Ei zu planen und von einem Rechtsanwalt, den Kreis ehrenamtlich vor Gericht zu vertreten. Unsere Gesellschaft hat die Lektion erst zu lernen, welch enormen Wert soziale Arbeit hat. Und welch unerlässlichen Beitrag sie zum sozialen Frieden leisten muss – in einer Welt, in der einerseits die Familienverbände immer kleiner werden oder sich auflösen. Und in der andererseits die Gesellschaft kulturell, politisch und religiös immer heterogener wird.


    Link zum Thema:
    → Presseartikel MGH: Finanzierung für 2018 steht (Dr. Martin Sage)

     

    MdL Steffen Vogel sendet Glückwünsche
    zum 2. Preis der “Aktion Integration” 2015

    MdL Steffen Vogel

    Integrationspreis 2015 der Regierung von Unterfranken

    Sehr geehrte Frau Greger,
    liebes Team des Mehrgenerationenhauses,

    ich darf Ihnen von ganzem Herzen zu Ihrer tollen Auszeichnung

    “Bildungspatenschaften – Stark für Erfolg”,

    die das Mehrgenerationenhaus von der Regierung von Unterfranken am 12. Oktober erhalten hat, gratulieren. Als Justiziar unseres Roten Kreuzes und als Vater, der seine Kinder gerne am Angebot des MGHs teilnehmen lässt, weiß ich, dass unser MGH, Sie und Ihr Team, diese Auszeichnung mehr als verdient haben. Wo wäre unser Staat ohne den Einsatz der vielen Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren? Dies gilt nicht nur, aber umso mehr in Zeiten des hohen Zustroms an Menschen, die bei uns Hilfe und Zuflucht suchen.

    Durch die Bildungspatenschaften, bei denen Freiwillige Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen bei Sprachdefiziten sowohl in Deutsch als auch in einer Fremdsprache helfen, wird Integration gelebt.

    Die Bildungspatenschaft ist geprägt von nachhaltiger, erfolgreicher und ehrenamtlicher Aktivität. Sie führt Menschen mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund zusammen. Dabei profitieren nicht nur die “Patenkinder”, sondern auch die Paten selbst. Kurz gesagt, wenn es die Bildungspatenschaften am Mehrgenerationenhaus mit ihren vielschichtigen Formen von Lernen, Literatur, Spiel und gemeinsamen Unternehmungen nicht geben würde, man müsste sie erfinden. Ich danke von Herzen für Ihr Engagement und stehe immer unserem MGH und seinem Team mit Rat und Tat zur Seite.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Steffen Vogel, MdL

    Glückwünsche von MdL Steffen Vogel zum Integrationspreis

    (Foto v. MdL Steffen Vogel mit freundl. Genehmigung d. Abgeordnetenbüros, 17.02.2015)

     

    Weitere Glückwünsche

    aus dem Deutschen Bundestag und dem Bayerischen Landtag

    Grußwort der BRK-Vizepräsidentin Brigitte Meyer

    BRK Vizepräsidentin Brigitte MeyerBesuch im Mehrgenerationenhaus in Haßfurt am 18.05.2015

    Die Sonne, die mich und meine Begleiter am Bahnhof in Haßfurt begrüßt und auf dem Weg zum Mehrgenerationenhaus begleitet hatte, sie strahlte auch im Gebäude eindrucksvoll weiter – durch die Menschen, die wir im Haus angetroffen haben.

    Schon während der herzlichen Begrüßung durch die Leiterin, Frau Greger und ihr Team wurde die Lebendigkeit deutlich, die dieses Haus trägt. Immer wieder kamen neue Besucher dazu, die sich ganz selbstverständlich zu unserer Runde gesellten. Durch ihre Erzählungen zeigte sich bereits bei der Einführung, welche große Palette und welche Kreativität an Angeboten sich in diesem Haus verbergen.

    Noch eindrucksvoller wurde „der Geist des gelebten Miteinander“ dann in den Gesprächen beim Rundgang deutlich: mit den Besuchern im Baby- und Kleinkindertreff, oder den beiden Mädchen, die nach dem Tod der Mutter von einer Bildungspatin liebevoll begleitet werden, den ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, die im Sprachkurs mit großer Begeisterung beim Deutschlernen sind…

    Die Grundsätze des Roten Kreuzes, welche da sind: Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Universalität, Freiwilligkeit, Einheit und Unabhängigkeit sind wichtige Säulen für das Leben im Mehrgenerationenhaus Haßfurt und sie verbinden Menschen unterschiedlicher Generationen, unterschiedlicher Herkunft und Nationalität, unterschiedlicher Fähigkeiten in eindrucksvoller Weise.

    Respekt und hohe Anerkennung für alle, die dort Verantwortung tragen und für alle die sich engagieren und in das Geschehen einbringen. Sie alle gemeinsam machen es zu einem „Mehrgenerationenhaus der besonderen Art“.

    Ich bin sicher, die Ideen gehen bestimmt nicht aus und ich wünsche dem Mehrgenerationenhaus Haßfurt auch für die Zukunft viele herzliche Sonnenstrahlen in seinem Innenleben, welche die Menschen dort erfüllen und erwärmen.

    Ihre
    Brigitte Meyer
    BRK Vizepräsidentin

     


    Links zum Thema:
    → Presseartikel „Diese Hilfe darf keineswegs unterschätzt werden“
    → Meldung auf der Website des BRK-Landesverbands: „Prädikat wertvoll“

    Grußwort des Bayerischen
    Ministerpräsidenten Horst Seehofer

    Ministerpräsident Horst Seehofer (Foto: Bay. Staatskanzlei, München. Verwendung m. freundl. Genehmigung.)Besuch im Mehrgenerationenhaus in Haßfurt

    Meinen Besuch im Mehrgenerationenhaus Haßfurt werde ich nicht vergessen. Ich war sehr beeindruckt von der einmaligen Atmosphäre des Hauses und von den vielfältigen Möglichkeiten, wie junge und alte Menschen hier voneinander profitieren. Die ältere Generation kann ihren unermesslichen Schatz an Wissen und Erfahrung einbringen und die mittlere Generation ihre Kraft und Energie. Die Kinder stehen unverkennbar für Neugier, ungebrochene Lebensfreude und Zukunftshoffnung. In vielen Lebenssituationen finden die Menschen hier Trost, Rat und Hilfe.

    Unsere Gesellschaft wird die anstehenden Herausforderungen nur bestehen können, wenn Jung und Alt zusammenhalten. Das gilt für die Politik, das gilt aber auch für das Zusammenleben in den Familien sowie in den Städten und Gemeinden. Die Menschen leben auch deshalb so gern in Bayern, weil hier die Bereitschaft, sich ehrenamtlich für das Wohl des Ganzen zu engagieren, seit jeher besonders ausgeprägt ist. Das ist ein wertvoller Schatz, den das Mehrgenerationenhaus in Haßfurt in beispielhafter Weise hütet und gestaltet.

    Das Haus in Haßfurt ist ein Juwel – als Ort der generationenübergreifenden Begegnung und als ein Zentrum des bürgerschaftlichen Engagements. Ich freue mich auch, dass hier viel für die Integration von Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund getan wird. Das Mehrgenerationenhaus ist für mich ein Vorbild für ein gelingendes menschliches Miteinander.

    Horst Seehofer

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    Links zum Thema:

    Video: Horst Seehofer zu Besuch im MGH
    → Fotostrecke: Horst Seehofer in Haßfurt (Michael Mößlein, Mainpost.de)

    Artikel: Ministerpräsident lobt bei Besuch in Haßfurt das Mehrgenerationenhaus in den höchsten Tönen

    Grußwort von Margarete Bause, MdL

    Liebe Besucherinnen und Besucher,

    bei meinem Besuch des Mehrgenerationenhauses in Haßfurt  im Sommer 2013 beeindruckten mich von Anfang an die herzliche Atmosphäre und die gegenseitigen Wertschätzung. „Jeder hat sein Talent und alle sind uns wichtig“, sagte die Leiterin Gudrun Greger zu mir und meint es auch so – davon war ich schnell überzeugt.

    Wahrscheinlich ist diese Anerkennung eines der Motive für die Hingabe und Leidenschaft der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne die das vielfältige Angebot des MGH – von Babysitting zum Sprachkurs, vom „Computer-Mittwoch“ zur Tanzgruppe, nicht realisierbar wäre.

    Das Solidaritätsgefühl ist sicherlich ein weiteres. Hier helfen sich alle bei allem – und das zum Wohle aller: Der IT-Experte dem Senioren bei Rechnerproblemen, die Großmutter bringt Interessierten das Häkeln bei. Der Umgang ist offen, herzlich und respektvoll. Auch davon profitieren alle Besucherinnen und Besucher und so kommen manche „nur“ auf einen Ratsch vorbei oder zum Kaffeetrinken– eine Bereicherung nimmt man immer mit: seien es geschenkte Zeit oder wohlwollende Worte. Doch im Mehrgenerationenhaus gibt es auch – ganz lebenspraktisch – Bildungspatenschaften gegen exotische Kost, Erklärungen zum Smartphone oder zu Anträgen auf Sozialleistungen.

    Was von außen so locker aussieht, braucht viel Kraft und Nerven um die tagtäglichen Hindernisse und Herausforderungen zu meistern. Und es braucht mehr als warme Worte aus der Politik, sondern konkrete Unterstützung und Verlässlichkeit in der Finanzierung.

    Margarete Bause, Pressefoto 2013 (Verwendung mit freundl. Genehmigung)Gerne wird davon geredet wie wichtig der Zusammenhalt in unserer Gesellschaft ist – im Mehrgenerationenhaus erlebt man, wie es geht.

    Ich wünsche diesem Haus und den Menschen, die es gestalten und tragen, alles nur erdenklich Gute und Ihnen kann nur raten – wenn Sie in Haßfurt sind – schauen Sie vorbei. Es lohnt sich.

     

    Ihre Margarete Bause

     


    → Blog-Eintrag auf der Website von Margarete Bause: “Gemeinsam Heimat schaffen”

    → Presseartikel zum Besuch von Margarete Bause im MGH “Grüne Spitzenkandidatin informiert sich über … Mehrgenerationenhaus”

    Grußwort des Haßfurter
    Bürgermeisters Günther Werner

    Günther Werner, 1. Bürgermeister von Haßfurt (Foto: Stadt Haßfurt, Verwendung mit freundl. Genehmigung)
    Liebe Mitbürgerinnen,
    liebe Mitbürger,

    das Konzept des Mehr­gene­ra­tio­nen­hauses in Haßfurt, gerade mit seinen generationsübergreifenden Projekten, ist ein hervorragendes Beispiel für bürgerliches Engagement in unserer Stadt.

    Als Bürgermeister der Stadt Haßfurt freue ich mich natürlich sehr, dass die Initiatoren des Mehr­gene­ra­tio­nen­hauses mit ihrem Enthusiasmus und Ideenreichtum dieses Projekt am Marktplatz mit Leben erfüllen. Hier wurde ein Ort geschaffen, an dem Kinder, Heranwachsende, Erwachsene und Senioren ihre Lebenserfahrungen austauschen, voneinander lernen und bei einer Vielzahl von Angeboten gemeinsam ihre Zeit verbringen können.

    Ich wünsche den Betreibern viel Erfolg und hoffe, dass das Mehrgenerationenhaus auch in Zukunft eine feste Institution in Haßfurt bleiben wird.

    Günther Werner
    Erster Bürgermeister der Stadt Haßfurt

    Bildquelle: Stadt Haßfurt.
    Verwendung mit freundl. Genehmigung


    → Günther Werner zu Besuch im MGH: “Familien – Kinder und Kommune – hautnah”