Bundesfreiwilligendienst

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“Zeit, das Richtige zu tun.” Unter diesem Motto wird seit der Aussetzung der Wehrpflicht und dadurch bedingt auch des Zivildienstes für den Bundesfreiwilligen­dienst geworben.

Inzwischen hat sich der neue freiwillige Dienst zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Bundesweit wurden insgesamt bereits über 70.000 Vereinbarungen unterzeichnet; derzeit (Stand Oktober 2012) sind 37.237 Bundesfreiwillige im Dienst, in Bayern sind es im Augenblick 3.176.

Der Bundesfreiwilligendienst bietet die Möglichkeit, sich in gemeinnützigen Einrichtungen und Projekten zu engagieren, beispielsweise in Mehrgenerationenhäusern, Altenheimen oder Behinderteneinrichtungen, aber auch im Naturschutz, im Sport oder in der Kultur. Alle Bürgerinnen und Bürger, die ihre Pflichtschulzeit absolviert haben, können einen Bundesfreiwilligendienst machen, Alter, Geschlecht, Nationalität oder die Art des Schulabschlusses spielen dabei keine Rolle. Viele junge Menschen sehen im Bundesfreiwilligendienst neben dem gesellschaftlichen Engagement auch eine Orientierungsphase für ihren weiteren Lebensweg oder eine Möglichkeit, die Zeit bis zum Ausbildungs- oder Studienbeginn sinnvoll zu überbrücken. Aber auch immer mehr lebensältere Menschen interessieren sich für einen Bundesfreiwilligendienst. Ob jung oder alt, die Freiwilligen werden in den Einrichtungen geschätzt und fühlen sich gebraucht.

va-Maria Mühlfeld und Tamara Sotnikov am MGH-Stand bei der Ehrenamtsmesse 2015 im Silberfisch. (Foto: René Ruprecht)
Foto: René Ruprecht

Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement grundsätzlich ein unentgeltlicher Dienst, die Freiwilligen erhalten für ihre Tätigkeit aber ein Taschengeld. Für dieses Taschengeld gilt derzeit eine Höchstgrenze von 336 Euro monatlich. Der genaue Betrag wird mit der jeweiligen Einsatzstelle vereinbart. Darüber hinaus können Verpflegung, Unterkunft und Arbeitskleidung gestellt oder die Kosten hierfür ersetzt werden; außerdem sind die Freiwilligen sozialversichert. Eltern, deren Kinder das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und einen Bundesfreiwilligendienst ableisten, können Kindergeld erhalten. In der Regel dauert der Bundesfreiwilligendienst zwölf Monate, mindestens jedoch sechs und höchstens 18 Monate. In Ausnahmefällen kann er bis zu 24 Monate geleistet werden. Dabei handelt es sich grundsätzlich um einen ganztägigen Dienst. Für Freiwillige über 27 Jahren ist aber auch ein Teilzeitdienst mit mehr als 20 Stunden wöchentlich möglich.

Bildnachweis: ©BMFSFJ/ Bertram_HoekstraDer Bundesfreiwilligendienst wird als überwiegend praktische Hilfstätigkeit in gemeinwohlorientierten Einrichtungen geleistet. Die Einrichtungen, in denen die Freiwilligen tätig sind, sind die so genannten Einsatzstellen. Sie sind unter anderem für die fachliche und persönliche Begleitung der Freiwilligen und alle Fragen der konkreten Tätigkeit zuständig. Wer sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben möchte, kann sich direkt an eine anerkannte Einsatzstelle oder einen Träger wenden. Diese informieren über die verschiedenen Einsatzbereiche und sind insgesamt für den Bewerbungsprozess zuständig.

Bei der Suche ist die Freiwilligenplatzbörse auf www.bundesfreiwilligendienst.de hilfreich. Auf der BFD-Homepage gibt es auch die Adressen der zuständigen Außendienstmitarbeiter.

Bildnachweis: ©BMFSFJ/ Bertram_Hoekstra

Peter Schloßmacher
Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

[Download: Flyer]

WIR SIND EINSATZSTELLE

Im Mehrgenerationenhaus Haßfurt haben wir jedes Jahr eine Planstelle für einen “Bufdi”. Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung für den neuen Turnus von September 2017 bis August 2018. Zudem gibt es in unserem BRK-Kreisverband noch weitere Einsatzstellen:

Stellenangebote im BRK-Kreisverband Haßberge


Links zum Thema
→ Presseartikel: Der „Bufdi“ hilft beim Lernen und lernt fürs Leben