Männer und Wollspenden in der Lichtstube willlkommen

Haß­fur­ter Tag­blatt / Frän­ki­scher Tag – 19. No­vem­ber 2014 – Ul­ri­ke Langer

Haß­furt (ger) Die Licht­stu­be macht dem Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus (MGH) in Haß­furt, das das Mit­ein­an­der der Ge­ne­ra­tio­nen neu be­le­ben und stär­ken möch­te, alle Ehre: schließ­lich kom­men jede Wo­che für ein paar Stun­den Frau­en je­den Al­ters und auch jun­ge Men­schen zu­sam­men, um ge­mein­sam zu stri­cken und zu hä­keln, das ei­ge­ne Kön­nen und Wis­sen mit an­de­ren zu tei­len und die Ge­mein­schaft zu pflegen.

Gemeinsam HANDarbeiten in der MGH-Lichtstube - Männer und Wollspenden willkommen

Seit drei Jah­ren tref­fen sich Frau­en und auch Kin­der in der Licht­stu­be im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Haß­furt, um ge­mein­sam zu hä­keln und zu stri­cken, sich aus­zu­tau­schen und ihr Kön­nen wei­ter­zu­ge­ben. Die Grün­dung geht auf In­grid Thie­ler (links) und eine Freun­din von ihr zu­rück.
(Foto: Ul­ri­ke Langer)

In­grid Thie­ler aus Wülf­lin­gen hat­te zu­sam­men mit ei­ner Freun­din die Idee, eine Licht­stu­be im MGH zu er­öff­nen. Wir woll­ten uns ei­gent­lich nur im Win­ter ganz zwang­los tref­fen, so wie es frü­her in den Licht­stu­ben üb­lich war. Doch auf­grund der gro­ßen Re­so­nanz ist un­se­re Licht­stu­be eine Dau­er­ein­rich­tung ge­wor­den, die nur in den Som­mer­fe­ri­en pau­siert“, er­zähl­te die Grün­de­rin. Schön war, dass wir mit un­se­rer Idee bei der Ko­or­di­na­to­rin Gud­run Gre­ger und von der Hand­ar­beit be­geis­ter­ten Frau­en auf of­fe­ne Oh­ren ge­sto­ßen sind und schon bei den ers­ten Tref­fen vor drei Jah­ren zehn Frau­en an­we­send waren.“

Noch im­mer kom­men je­den Mitt­woch ab 17 Uhr zwi­schen zehn und 20 Frau­en bis zu ei­nem Al­ter von 84 Jah­ren in die Licht­stu­be, aber auch Jun­gen und Mäd­chen, die ger­ne in ge­sel­li­ger Run­de stri­cken oder hä­keln möch­ten. Denn In­grid Thie­ler ar­bei­tet eh­ren­amt­lich für das Rote Kreuz in der Mit­tags­be­treu­ung am Dü­rer­weg und lehrt dort die Schü­ler un­ter an­de­rem das Hä­keln. Das eine oder an­de­re Kind kommt dann auch ger­ne in die Licht­stu­be. Das Schö­ne ist, dass je­der et­was an­de­res kann, ein an­de­res Mus­ter kennt und an­de­re Ideen mit­bringt, und je­der be­reit ist, dies al­les mit­ein­an­der zu tei­len“, so In­grid Thie­ler. Da­her ha­ben alle im Lauf der Jah­re auch ihre Tech­ni­ken ver­bes­sern kön­nen.“ Dar­über hin­aus hat sich die Licht­stu­be zu ei­nem so­zia­len, ge­müt­li­chen Treff ganz ohne Zwang ent­wi­ckelt. Le­dig­lich Män­ner ha­ben den Weg noch nicht in die schö­ne Run­de ge­fun­den. Sie wä­ren aber eben­so will­kom­men, wie In­grid Thie­ler be­ton­te. Zu­min­dest ein jun­ger Mann kommt ab und zu den Tref­fen: der zehn­jäh­ri­ge Noel Fleisch­mann liebt es, Bo­shi-Müt­zen zu hä­keln. Ich habe schon sie­ben Stück an­ge­fer­tigt“, be­rich­te­te er stolz. Auch für sei­ne Mut­ter und sei­ne Schwes­ter hat er schon sol­che Müt­zen ge­hä­kelt. Die bei­den freu­en sich im­mer rie­sig und spen­die­ren mir auch die Wol­le“, füg­te der jun­ge Gym­na­si­ast an, der das Hä­keln von In­grid Thie­ler ge­lernt hat.

Waltraud Tomczyck

Wal­traud Tomc­zyck dürf­te mit ih­ren 84 Jah­ren die äl­tes­te Be­su­che­rin der Licht­stu­be im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Haß­furt sein. Sie kommt schon seit 15 Mo­na­ten je­den Mitt­woch in die Licht­stu­be, um zu stri­cken.
(Foto: Ul­ri­ke Langer)

Wal­traud Tomc­zyck dürf­te mit ih­ren 84 Jah­ren die äl­tes­te Be­su­che­rin sein. Sie kommt schon seit 15 Mo­na­ten je­den Mitt­woch in die Licht­stu­be, um zu stri­cken. Ich be­kam 2012 beim Stra­ßen­fest eine Ein­la­dung in die Hand ge­drückt und bin ein­fach mal mit ei­ner Freun­din zum Schnup­pern ge­kom­men. Dann hat es uns so gut ge­fal­len, dass wir ge­blie­ben sind“, teil­te sie mit. Ich fin­de die Ge­mein­schaft schön und es ge­fällt mir, gleich­zei­tig et­was Gu­tes tun zu kön­nen“, sag­te sie. Denn die Licht­stu­be hä­kelt und strickt im­mer wie­der Mütz­chen, Jäck­chen und Schüh­chen für Ba­bys, die sie über Haß­furt hilft“ an die Mis­si­ons­sta­ti­on in Nord­al­ba­ni­en übergibt.

Da­mit die Licht­stu­be auch wei­ter­hin Ba­by­klei­dung spen­den kann, bit­ten die flei­ßi­gen Frau­en auch wei­ter­hin um Woll­spen­den. Ge­nau­so wür­den sie sich auch freu­en, wenn Män­ner ihre ak­ti­ve und ge­sel­li­ge Run­de be­su­chen würden.

 

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