Wissen praktisch anwenden

Schülerinnen der Heinrich-Thein-Berufsschule in Haßfurt engagierten sich mit ihrem neuen LdE-Projekt „MACH MIT – Interkulturelles Füreinander“ im MGH-Sprachcafé

Haßfurter Tagblatt / Fränkischer Tag — 14.04.2018

Drei Generationen auf einem Bild: Ann-Sophie Gehring (rechts) rollt mit Erika Hilbert (links) und ihrer 87-jährigen Mutter (Mitte) den Hefeteig für den Osterhasen aus. (Foto: MGH)

HASSFURT. Seit einigen Jahren ist die Heinrich-Thein-Berufsschule in Haß­furt Kooperationspartner des BRK-Mehrgenerationenhauses und be­tei­ligt sich jedes Jahr im Rahmen des Unterrichts in „Lernen durch Enga­ge­ment“-Pro­jekten (LdE) im Mehr­gene­ra­tio­nen­haus. Im neuen LdE-Pro­jekt „MACH MIT – In­ter­kul­tu­rel­les Für­ein­ander“ gestalteten die Schü­le­rin­nen der 11. Klasse für Er­näh­rung und Ver­sorgung, unter der Leitung der Leh­re­rin­nen Michaela Appel und Karin Al­brecht, einen inter­kul­tu­rel­len Nach­mit­tag unter dem Motto „Rund um Ostern“ bei dem aller­hand Öster­liches gebastelt und gebacken wurde.

Den Besuchern des MGH-Sprachcafés wird ein immer wechselndes Angebot geboten, das über Kreativnachmittag, Koch-und Backprojekte oder gemeinsames Tanzen reicht. Unterstützt durch das Förderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ des Bayerischen Staatsministerium öffnet das MGH-Sprachcafé jeden Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr seine Türen für alle Generationen und Kulturen. Unterstützt wird das Team des MGH-Sprachcafés von freiwillig Engagierten und auch regelmäßig von seinen Ko­ope­ra­tions­part­nern, durch die die interkulturelle Vielfalt nicht möglich wäre.

„Das kreative Gestalten macht mir besonders Spaß“, berichtet Schülerin Barbara Kram aus Unterhohenried, welche ein Bastelangebot vorbereitet hat. Ihre kreative Idee, aus Kaffeefiltern Osterhennen zu basteln, konnte sie dann im Rahmen des LdE-Projekts praktisch anwenden. Lernen durch Engagement zielt auf praktische Wissensanwendung und produktives Einbringen in die Gesellschaft ab. Das Engagement der jungen Men­schen wird im Unterricht geplant und die Erfahrungen, die sie bei ihrem Einsatz für andere Menschen und die Gesellschaft sammeln, werden reflektiert und mit Inhalten von Bildungs- und Lehrplänen verknüpft. Dadurch sollen die Schüler Unterrichtsinhalte umfassender verstehen lernen und damit motivierter, selbstbewusster und leistungsstärker werden.

Barbara Kram, Theresa Krapf, Mohannad Batha und Edeltraud Heymann basteln und unterhalten sich gemeinsam im MGH-Sprachcafé (Foto: MGH)

Michaela Appel, Fachbereichsleiterin Praxis für Ernährung und Versorgung, war begeistert darüber wie Ann-Sophie Gehring aus Kirchlauter die gelernten Inhalte praktisch umsetzte. Liebevoll erklärte die Schülerin den im MGH-Sprachcafé anwesenden Kindern Sera und Lenja, wie man den Hefeteig für die Osterhasen ausrollt. Auch mit Erika Hilbert und deren 87-jährigen Mutter hatte sie sichtlich Spaß am Backen und konnte dabei auch etwas von den zwei Frauen lernen.

Die beiden Lehrerinnen Karin Albrecht und Michaela Appel, waren auch stolz auf ihre Schülerin Marie Martyn, die zusammen mit der 79-jährigen Ella Gurland aus Haßfurt Osterkränze aus Papiereiern bastelte. Ella dachte anfangs nicht, dass sie so viel Spaß am Basteln hätte, doch am Ende wollte sie kaum aufhören.

Ann-Sophie Gehring findet es toll, dass Schüler die Möglichkeit bekommen, die gelernten Inhalte aus dem Unterricht auch praktisch anwenden zu können. „Dadurch können wir viel besser einschätzen, wo unsere Stärken liegen auf die wir uns dann am Ende auch mal spezialisieren möchten“, so die Schülerin.

Und ganz nebenbei helfen die Schüler auch dabei, etwas für die Gesellschaft zu tun. Ihre Talente möchten die Schülerinnen auch weiterhin in die Gemeinschaft einbringen und können sich durchaus vorstellen, das MGH-Sprachcafé durch ihr freiwilliges Engagement weiterhin zu unterstützen.

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