13.05.2026 – P R E S S E B E R I C H T

Ronja Binder von Hörakustik Andernach & Martin hat einen spannenden Einblick in das Thema „Hören“ gegeben. (Foto: Friederike Schulz / MGH)
Am Montag, 4. Mai 2026, referierte Ronja Binder von Hörakustik Andernach & Martin zum Thema „Hören“ und beleuchtete dabei den Aufbau des Ohres, Funktionsweisen des Hörens sowie Ursachen von Hörminderungen. Die Hörakustikmeisterin betonte immer wieder, dass Hören Lebensqualität bedeutet und regelmäßiges Tragen von Hörgeräten wesentlich zu größerer sozialer Teilhabe, mehr Sicherheit im Alltag, besserem Sprachverständnis und verbessertem emotionalen Wohlbefinden beiträgt. Dadurch könne auch der kognitive Abbau im Alter verlangsamt werden.
Ein zentraler Punkt des Vortrags war der Zusammenhang zwischen Hören und Demenz: Unbehandeltes Hörproblem führe zu geringerer Gehirnstimulation, was Unterhaltungen erschwere, das Gedächtnis belaste und langfristig zu Abbaueffekten führen könne. Fazit der Veranstaltung: Hörhilfen tragen maßgeblich zu mehr Lebensfreude und besserer Alltagsintegration älterer Menschen bei.
Am darauffolgenden Montag, den 11. Mai 2026, informierte Vera Ksinski von der Wohnberatungsstelle im Landratsamt Haßberge über das Thema „Selbstbestimmtes Wohnen im Alter“.
Zahlreiche Anwesende nutzten die Gelegenheit, sich über Möglichkeiten zu informieren, wie ein sicheres und selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden auch im höheren Alter gelingen kann.
Zu Beginn des Vortrags drehte es sich um die Frage, welche Faktoren die Selbstbestimmung im Alter beeinflussen. Dabei erläuterte Vera Ksinski, dass Sehvermögen, Muskelkraft, körperliche Leistungsfähigkeit und geistige Fitness mit zunehmendem Alter nachlassen können und dadurch alltägliche Aufgaben erschwert werden. Umso wichtiger sei es, frühzeitig Wünsche und Vorstellungen für das Leben im Alter mit Familie und Angehörigen zu besprechen und diese auch schriftlich festzuhalten – etwa in Form einer Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung.
Besonders anschaulich wurde der Vortrag durch einen digitalen Hausrundgang gestaltet. Dabei wurden praxisnahe Tipps zu barrierefreiem Wohnen sowie zu hilfreichen technischen und alltäglichen Unterstützungen aufgezeigt. Die anschaulichen Beispiele vermittelten wertvolle Anregungen, wie Wohnräume sicherer, komfortabler und altersgerecht gestaltet werden können.
Darüber hinaus stellte Vera Ksinski die Angebote der Wohnberatungsstelle vor. Neben telefonischen Beratungen werden auch Hausbesuche angeboten, bei denen die individuelle Wohnsituation gemeinsam betrachtet und passende Lösungen entwickelt werden. Die Besucherinnen und Besucher zeigten großes Interesse und nahmen viele hilfreiche Informationen für den Alltag mit.
Die beiden Veranstaltungen fanden im Rahmen der diesjährigen Aktionswochen „Zu Hause daheim“ statt, welche vom Bayerischem Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gefördert werden.
