Die Liebe der Lady in Red

Main­post – 22.10.2012 – Elke Eng­lert

Haß­furt: Chan­son­net­te Chris­ti­ne Os­ter­ber­ger brennt im MGH ein Feu­er­werk ab

Chanson-Abend mit Christine Osterberger  "Kann denn Liebe Sünde sein?" (Collage aus Fotos von Stefanie Schneyer, Zeil)

Chan­son-Abend mit Chris­ti­ne Os­ter­ber­ger Kann denn Lie­be Sün­de sein?”
(Fo­tos: Ste­fa­nie Sch­ney­er, Zeil)

Die Lie­be zog ins Mehr­ge­nera­tio­nen­haus (MGH) ein durch den Chan­son-Abend mit der Sän­ge­rin Chris­ti­ne Os­ter­ber­ger, die ein mu­si­ka­li­sches und schau­spie­le­ri­sches Feu­er­werk ab­brann­te. Un­ter­stützt wur­de die ös­ter­rei­chi­sche Chan­son­net­te von ih­rem Pia­nis­ten und Gi­tar­ris­ten Hans Zinkl.

Es war ein Abend, wie ihn sich In­grid Thie­ler aus Wülf­lin­gen schon lan­ge ge­wünscht hat­te. Auf ihre In­itia­ti­ve hin und in Zu­sam­men­ar­beit mit dem MGH war es ge­lun­gen, Chris­ti­ne Os­ter­ber­ger nach Haß­furt zu ho­len. Es ist eine tie­fe Freund­schaft, die die bei­den seit ih­ren ge­mein­sa­men Jah­ren (von 1965 bis 1969 im Mäd­chen­pen­sio­nat in Gries­kir­chen / Ös­ter­reich) ver­bin­det. So war es für die Sän­ge­rin ein Ver­gnü­gen, in Haß­furt auf­tre­ten zu dür­fen. Sehr er­freut dar­über zeig­te sich auch Gud­run Gre­ger (MGH), die es toll fand, dass Os­ter­ber­ger den wei­ten Weg nach Haß­furt an­trat, um das kul­tu­rel­le Le­ben im Haus der Ge­nera­tio­nen zu be­rei­chern.

(Foto: Stefanie Schneyer)

Zu­schau­er im Café Bis­tro Of­fe­ner Treff” (Foto: Ste­fa­nie Sch­ney­er, Zeil)

Os­ter­ber­ger gab die Lady in Red“ und zog von Be­ginn an die Gäs­te in ih­ren Bann – ganz gleich, ob nun mit ei­nem ge­fühl­vol­len Mord, pas­send zum The­ma des Abends Kann denn Lie­be Sün­de sein“, oder ob me­lan­cho­lisch zu Her­zen ge­hend mit dem Lied Er war ge­ra­de 18 Jahr“. Be­glei­tet wur­de sie da­bei von ih­rem lang­jäh­ri­gen Pia­nis­ten Hans Zinkl, der auch ge­fühl­vol­le Soli auf sei­ner Gi­tar­re spiel­te.

Frech und ver­füh­re­risch wag­te sich die Ös­ter­rei­che­rin an Fal­ling in love again“ von Mar­le­ne Diet­rich her­an und be­tör­te be­son­ders die an­we­sen­den Her­ren im Pu­bli­kum mit ih­rem Charme. Ihr ko­mö­di­an­ti­sches und schau­spie­le­ri­sches Ta­lent be­wies sie bei der In­ter­pre­ta­ti­on des Ne­an­der­ta­lers, den sie mu­si­ka­lisch um­schwärm­te, oder bei dem Lied der ar­men Ver­wand­ten, die sie hu­mor­voll prä­sen­tier­te. Und bei ih­rem Sex­ap­peal“, so be­ton­te sie, kön­ne sich Sän­ge­rin Ma­don­na schlei­chen“. Kann denn Lie­be Sün­de sein“, die­ses Mot­to ver­deut­lich­te sie in je­dem ih­rer Stü­cke, sehr ge­fühl­voll und auch nach­denk­lich, denn da­für ist die Lie­be da“.

Der Ab­schied fiel ihr sicht­lich schwer – nach vie­len Zu­ga­ben und von ih­rer Freun­din In­grid. Sie ver­sprach wie­der­zu­kom­men. Dies wur­de mit gro­ßem Bei­fall ho­no­riert.