Consozial: MdB Dorothee Bär

…sendet Grüße anlässlich der
Teilnahme des Mehrgenerationen-
hauses an der Consozial 2019

sendet Grüße anlässlich der Teilnahme des Mehrgenerationenhauses an der Consozial 2019


Lie­be Frau Greger, 
lie­be Frau Geyer, 
lie­be Frau Hümmer, 
lie­be Frau Greß, 
lie­be Frau Kessler, 
lie­be Frau Baunacher, 

vie­len herz­li­chen Dank für Ihre Ein­la­dung zum Mes­se­stand des Haß­fur­ter Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses bei der ConSozial.

Ich gra­tu­lie­re Ih­nen herz­lich zur Ein­la­dung durch das Baye­ri­sche So­zi­al­mi­nis­te­ri­um für die­se Leitmesse. 

Ger­ne hät­te mir per­sön­lich als Pa­tin in Nürn­berg die Prä­sen­ta­ti­on des MGH und Ih­res bei­spiel­haf­ten Pro­jek­tes an­ge­schaut. Lei­der ist mir dies auf­grund der par­la­men­ta­ri­schen Sit­zungs­wo­che in Ber­lin nicht mög­lich. Da­für bit­te ich freund­lich um Ihr Verständnis. 

Wir alle ste­hen als Ge­sell­schaft vor der ge­wal­ti­gen Her­aus­for­de­rung des de­mo­gra­phi­schen Wan­dels. GE­MEIN­SAM statt EIN­SAM“ muss da­für un­ser al­ler Mot­to sein. Ein­sam­keit darf sich nicht zu ei­ner neu­en Volks­krank­heit ent­wi­ckeln. Als Be­geg­nungs­stät­te kämp­fen Sie schon jetzt da­für, dass dies in Haß­furt nicht pas­siert. Vom Mi­nis­te­ri­um mei­ner Ka­bi­netts­kol­le­gin Fran­zis­ka Gif­fey wur­den Sie auch An­fang des Jah­res schon für Ihre viel­fäl­ti­gen Ak­ti­vi­tä­ten völ­lig zu­recht ausgezeichnet. 

Groß­ar­tig läuft auch die Ver­mitt­lung von Pa­ten­schaf­ten von und für Se­nio­rin­nen und Se­nio­ren in Ih­rem vor­bild­li­chen Pro­jekt. Eine sol­che be­deu­tet ei­nen gro­ßen Ge­winn an Le­bens­qua­li­tät und wert­vol­le Er­fah­run­gen für bei­de Sei­ten. Das Baye­ri­sche So­zi­al­mi­nis­te­ri­um hat da­her de­fi­ni­tiv die Rich­ti­gen für die dies­jäh­ri­ge Con­So­zi­al ausgewählt. 

Dass Sie im MGH die Chan­cen der Di­gi­ta­li­sie­rung er­kannt ha­ben und in ih­rer Zu­kunfts­werk­statt nut­zen, freut mich nicht nur als zu­stän­di­ge Staats­mi­nis­te­rin sehr. Sie ver­net­zen vor­bild­lich die Ge­ne­ra­tio­nen so­wohl per­sön­lich, als auch di­gi­tal miteinander. 

Ich wün­sche Ih­nen für die Mes­se und in Ih­rem wei­te­ren Schaf­fen viel Er­folg so­wie Got­tes rei­chen Segen 

Mit freund­li­chen Grüßen 

Ihre Do­ro­thee Bär

MdB Dorothee Bär gratuliert

zum 10jährigen Bestehen des
Mehrgenerationenhauses
Haßfurt

MdB Dorothee Bär gratuliert zum Jubiläum


Lie­be Gud­run Greger, 

als Pa­tin des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses in Haß­furt ist es für mich eine Ehre auch auf die­sem Wege, Ih­nen und al­len Ver­ant­wort­li­chen zum 10-jäh­ri­gen be­stehen des Hau­ses zu gra­tu­lie­ren. Ich freue mich sehr, dass hier­mit das Mit­ein­an­der der Gene­ra­tio­nen in der Stadt Haß­furt be­lebt und ge­stärkt wird. Wir bli­cken auf 10 Jah­re erfolg­reiche Ar­beit im Zei­chen der Mensch­lich­keit zu­rück. Mit viel En­ga­ge­ment set­zen wir uns, als ein Teil ei­ner welt­wei­ten Ge­mein­schaft von Men­schen in der in­ter­na­tio­na­len Rot­kreuz­be­we­gung ein. Im Zei­chen der Hu­ma­ni­tät en­ga­gie­ren wir uns haupt- oder eh­ren­amt­lich für das Le­ben, die Ge­sund­heit, das Wohl­erge­hen, den Schutz, das fried­li­che Zu­sam­men­le­ben so­wie die Wür­de al­ler Men­schen egal wel­cher Herkunft. 

Ich bin stolz, dass un­ser Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Haß­furt auf die­se Wei­se ei­nen un­schätz­ba­ren wich­ti­gen Bei­trag für das Wo­her­ge­hen und die Zu­kunft un­se­rer Ge­sell­schaft leis­tet – und das seit 10 Jah­ren. Da­für möch­te ich al­len Ak­ti­ven sehr herz­lich dan­ken. Ich freue mich schon heu­te auf wei­te­re Be­su­che im Mehr­gene­ra­tio­nen­haus und wer­de mich ger­ne wei­ter­hin für die Be­lan­ge des Mehr­gene­ra­tio­nen­hauses in Haß­furt einsetzen. 

Für die künf­ti­gen Auf­ga­ben wün­sche ich wei­ter­hin viel Er­folg und Freu­de so­wie Got­tes rei­chen Segen.

Mit freund­li­chen Grüßen

Ihre Do­ro­thee Bär

Video-Gruß des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder zum MGH-Jubiläum


15. Sep­tem­ber 2018

Mi­nis­ter­prä­si­dent Dr. Mar­kus Söder über­rascht die ge­la­de­nen Gäs­te der Ju­bi­lä­ums­fei­er in der Rat­haus­hal­le Haß­furt mit ei­ner Videobotschaft.

Als Fran­ke freut er sich be­son­ders, Ju­bi­lä­ums­grü­ße nach Fran­ken zu sen­den, und wür­digt die Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­ser als wich­ti­gen Mo­ment für den Zu­sam­men­halt ei­ner Gesellschaft.

 »Ein Haus voller Leben«

Laudatio von Prof. Dr. Detlef Krüger

Ein Haus voller Leben - Laudatio von Prof. Dr. Detlef Krüger10 Jah­re Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Haß­furt - Ju­bi­lä­ums­fei­er am 15.9.2018


Sehr ge­ehr­ter Herr Bür­ger­meis­ter Werner,
mei­ne Da­men und Herren.

Das Mehrgenerationenhaus Haßfurt –
ein Haus voller Leben!

Häu­ser“ bie­ten Schutz, sie bil­den Ge­mein­schaft, sie brin­gen Men­schen vor­an, sie schaf­fen Platz für Aus­tausch und för­dern Ideen.

Das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Haß­furt ist ein Ge­ne­ra­tio­nen­ver­bund von Men­schen, die sich in un­ter­schied­li­chen Le­bens­ab­schnit­ten be­fin­den und ge­mein­sam hier Freu­de er­le­ben, et­was Ler­nen, zu­sam­men sin­gen oder hand­ar­bei­ten oder Com­pu­ter­kennt­nis­se aus­tau­schen, Freund­schaf­ten oder Pa­ten­schaf­ten schlie­ßen, sich als Kin­der ent­wi­ckeln und spie­len, oder, oder, oder – das MGH ist auch ein Markt der Mög­lich­kei­ten mit sei­nen viel­leicht 100 ver­schie­de­nen An­ge­bo­ten. Die An­ge­bo­te wer­den pro­fes­sio­nell be­glei­tet, sie sind nie­der­schwel­lig und an den Be­dürf­nis­sen der Men­schen am Ort aus­ge­rich­tet. Im­mer auch am Puls der Zeit – nur zwei Bei­spie­le: die 3D- Dru­cker Ar­beits­grup­pe, das E‑Bike Freizeitangebot.

Das Haus hier am Marktplatz in Haßfurt lebt viele Leben!

    • das Le­ben der Mitbürger
    • das Le­ben in Kinderwelten
    • das Le­ben der frei­wil­lig Engagierten
    • das Le­ben der haupt­amt­li­chen Mitarbeiterinnen
    • das Le­ben der weit ver­netz­ten Kooperationspartner

    al­les Le­ben un­ter ei­nem Dach und in den drei Eta­gen des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses – ein freund­li­ches und of­fe­nes Mit­ein­an­der das gan­ze Jahr über und 65 Stun­den jede Woche!

    → Le­sen Sie den gan­zen Ar­ti­kel:
     »Ein Haus vol­ler Leben« 

    Jubiläumsgrußwort des
    Haßfurter Bürgermeisters
    Günther Werner

    Grußwort Günther Werner, 1. Bürgermeister von Haßfurt (Foto: Stadt Haßfurt, Verwendung mit freundl. Genehmigung)

    Lie­be Ehrengäste,
    mei­ne sehr ver­ehr­ten Da­men und Herren,

    10 Jah­re Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Haß­furt ist na­tür­lich ein Grund zum Fei­ern, des­halb freue ich mich sehr, dass Sie alle der Ein­la­dung ge­folgt sind, um hier in un­se­rer his­to­ri­schen Rat­haus­hal­le das run­de Ju­bi­lä­um un­se­res Mehr­gene­ra­tio­nen­hauses zu begehen.

    Kurz et­was zum Ge­bäu­de, in dem Sie sich heu­te be­fin­den: Das Alte Rat­haus wur­de an der Stel­le des ehe­ma­li­gen Haß­fur­ter Bür­ger­ho­fes zwi­schen 1514 und 1516 er­rich­tet. Das Erd­ge­schoss, bzw. die Hal­le, in der wir uns heu­te be­fin­den, dien­te wohl zur Ab­rich­tung der Reit­pfer­de, als La­ger, Feu­er­lösch­zen­tra­le, Re­mi­sen­hal­le für Wä­gen, Rüst­kam­mer so­wie als Raum für die Feu­er­sprit­ze und be­her­berg­te die Stadtkasse.

    Im 1. Ober­ge­schoss wie­der­um gab es eine drei­schif­fi­ge Hal­le, die als Bürger‑, Hochzeits‑, Thea­ter- und Tanz­saal und als Tuch­bo­den dien­te. Wich­tigs­ter Raum im 2. Ober­ge­schoss war die gro­ße Ratsstube.

    Das Alte Rat­haus dien­te bis zum Um­zug 1994 ins Ge­bäu­de des ehe­ma­li­gen Land­rats­am­tes als Sitz der Stadt­ver­wal­tung. 2004 wur­de es nach ei­ner um­fas­sen­den Sa­nie­rung ein­ge­weiht und wie­der als Teil der Stadt­ver­wal­tung ge­nutzt. Im 1. Ober­ge­schoss ist das Ord­nungs­amt der Stadt mit Bür­ger­Bü­ro und Stan­des­amt ein­ge­zo­gen. Bei die­sen Ar­bei­ten wur­de im Erd­ge­schoss die frü­he­re Hal­len­si­tua­ti­on wie­der­her­ge­stellt, so dass hier wie­der ein Be­geg­nungs­raum ent­stan­den ist, in dem die Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen der Stadt, aber auch pri­va­te Fei­ern statt­fin­den können.

    Sie se­hen, die­ses Ge­bäu­de hier dient seit über 500 Jah­ren den Men­schen, es war im­mer ein Ort an dem Be­we­gung herrsch­te. Ein Ort, an dem im­mer schon Men­schen zu­sam­men­ge­kom­men sind, jung und alt, mit­ein­an­der re­de­ten, fei­er­ten, sich aus­tausch­ten und die sich hier auch ge­gen­sei­tig unterstützten.

    Und so ist es mehr als pas­send, dass wir in die­sem Ge­bäu­de das Ju­bi­lä­um des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses Haß­furt fei­ern, das seit nun­mehr 10 Jah­ren hier ne­ben­an am Markt­platz 10 in un­mit­tel­ba­rer Nähe sei­nen fes­ten Platz in un­se­rer Stadt ge­fun­den hat. Mit sei­nem Kon­zept ist es die trei­ben­de Kraft des bür­ger­li­chen En­ga­ge­ments in un­se­rer Stadt und für mich sehr über­zeu­gend in sei­ner Arbeit.

    → Le­sen Sie den gan­zen Ar­ti­kel:
    Ju­bi­lä­ums­gruß­wort des
    Haß­fur­ter Bür­ger­meis­ters
    Gün­ther Werner 

    Grußwort des BRK-Präsidenten Theo Zellner

    zum 10-jährigen Jubiläum des
    Mehrgenerationenhauses Haßfurt

    BRK-Präsident Theo Zellner


    Lie­be Le­se­rin­nen und Leser,
    lie­be Freun­de des Bayerischen
    Ro­ten Kreuzes,

    die Ar­beit in un­se­ren Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­ein­rich­tun­gen ist ein un­ver­zicht­ba­rer Teil der Fa­mi­li­en­ar­beit im Baye­ri­schen Ro­ten Kreuz. Wir le­ben in ei­ner Zeit, in der es vie­le äl­te­re Men­schen gibt, die über ei­nen un­er­mess­li­chen Schatz an Er­fah­run­gen und Er­in­ne­run­gen ver­fü­gen. Die­ses na­he­zu un­ge­nütz­te Po­ten­ti­al gilt es zu he­ben und wert­zu­schät­zen. Ei­nes un­se­rer wich­tigs­ten Zie­le ist es, den Zu­sam­men­halt zwi­schen den Ge­ne­ra­tio­nen auch au­ßer­halb der Fa­mi­lie zu stärken.

    Jede Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­ein­rich­tung ist ein Ort der Be­geg­nung. Sie bie­tet gene­ra­tions­über­grei­fend Platz für En­ga­ge­ment und ver­mit­telt viel­fäl­ti­ge prak­ti­sche Hil­fen im All­tag. Alt und Jung pro­fi­tie­ren vom Mit­ein­an­der, ge­wis­ser­ma­ßen eine Über­tra­gung des Prin­zips Groß­fa­mi­lie in un­se­re Gesellschaft.

    Das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in Haß­furt, das von den Ak­ti­ven un­se­res BRK-Kreis­­ver­­­ban­­des Haß­ber­ge bes­tens ge­führt wird, ist un­ter den Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­häu­sern in Bay­ern be­son­ders her­vor­zu­he­ben: Die gleich­star­ke Ge­wich­tung der gene­ra­tio­nen­über­grei­fen­den Ar­beit mit Rück­sicht auf Be­son­der­hei­ten ein­zel­ner Ge­ne­ra­tio­nen, der Ein­brin­gung von An­ge­bo­ten im Rah­men des frei­wil­li­gen En­ga­ge­ments, mit und für Fa­mi­li­en ge­stal­te­ten Pro­gram­me und nicht zu­letzt aber auch der star­ke Ein­satz in der In­te­gra­ti­on und Aus­bil­dung von Men­schen mit Mi­gra­ti­ons­hin­ter­grund sind nur ein klei­ner Teil der gro­ßen Leis­tungs­viel­falt des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses in Haß­furt. Durch die zen­tra­le Lage, mit­ten am Markt­platz der Stadt Haß­furt, bil­det die­ses Haus bis in die spä­ten Abend­stun­den hin­ein eine gute An­lauf­stel­le für die Wün­sche und Be­dürf­nis­se der Bür­ge­rin­nen und Bürger.

    Zum 10-jäh­ri­gen Ju­bi­lä­um die­ser viel­ver­spre­chen­den Ein­rich­tung wün­sche ich dem Team um Ein­rich­tungs­lei­te­rin Gud­run Gre­ger wei­ter­hin viel Er­folg und stets die Moti­vation und den Mut, auch Neu­es zu wa­gen. Als Prä­si­dent des Baye­ri­schen Ro­ten Kreu­zes freue ich mich be­son­ders dar­über, dass es in un­se­rem wun­der­ba­ren Ver­band Pro­gramme und Ein­rich­tun­gen gibt, in de­nen sich alle Al­ters­grup­pen wieder­finden, zu­sam­men­kom­men und von­ein­an­der ler­nen können.

    Mit freund­li­chen Grüßen

    Ihr
    Theo Zellner

    Bundesinnenminister Horst Seehofer gratuliert zum 10jährigen Jubiläum
    des Mehrgenerationenhauses

    Bundesinnenminister Horst Seehofer gratuliert zum 10jährigen Jubiläum des Mehrgenerationenhauses Haßfurt
    10 Jah­re prägt das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Haß­furt nun das Le­ben der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sei­ner Stadt und der an­lie­gen­den Ge­mein­den. Di­rekt am Markt­platz ge­le­gen, ist es zen­tra­ler An­lauf­punkt für vie­le Men­schen, die hier ge­mein­sam ler­nen, la­chen, le­ben und sich ge­gen­sei­tig un­ter­stüt­zen. Men­schen al­ler Ge­ne­ra­tio­nen und Her­künf­te tref­fen hier einan­der und brin­gen ihre Ta­len­te, Kom­pe­ten­zen und ihr Wis­sen für­ein­an­der ein. Er­mög­licht wird dies durch das gro­ße En­ga­ge­ment zahl­rei­cher Bür­ge­rin­nen und Bür­ger so­wie durch För­der­mit­tel von Bund, Land und Kom­mu­ne und das Deut­sche Rote Kreuz.

    109.500 Nut­zun­gen hat­te das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Haß­furt im Jahr 2017. Das sind fast 300 täg­lich. Auf eine De­ka­de ge­rech­net, be­her­bergt da­mit das Haß­fur­ter Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus ei­nen un­be­zif­fer­ba­ren Schatz an wert­vol­len Begegnungen.

    Mich freut be­son­ders, dass es hier ge­lun­gen ist, ein ganz­heit­li­ches An­ge­bot zu schaf­fen: Fa­mi­li­en­ar­beit wie In­te­gra­ti­on, Bil­dung wie frei­wil­li­ges En­ga­ge­ment und Selbst­bestim­mung im Al­ter – ein An­ge­bot, das sich an alle Men­schen rich­tet und ein­an­der nahe bringt.

    → Le­sen Sie den gan­zen Ar­ti­kel:
    Bun­des­in­nen­mi­nis­ter Horst See­ho­fer gra­tu­liert zum 10jährigen Ju­bi­lä­um
    des Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses

    Dr. Martin Sage im Haßfurter Tagblatt:

    Dr. Martin Sage (Haßfurter Tagblatt)

    STANDPUNKT
    Der große Wert des Strickkurses

    Haß­fur­ter Tag­blatt am 07.02.2018

    Im Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus Haß­furt (MGH) er­in­nert man sich mit Grau­en an die Aus­sa­ge ei­nes frü­he­ren Lo­kal­po­li­ti­kers in der An­fangs­zeit der Ein­rich­tung: Stri­cken kön­nen die al­ten Leu­te auch zu­hau­se“, stuf­te be­sag­te lo­kal­po­li­ti­sche Grö­ße ei­nen Hand­ar­beits­kurs im MGH als eben­so über­flüs­sig ein wie wohl das So­zi­al­haus insgesamt. 

    Je­ner Herr hat­te nicht im An­satz be­grif­fen, wor­um es beim Schwin­gen der Na­del vor­ran­gig ging. Nicht um das Ver­mit­teln von hand­ar­beit­li­chen Fer­tig­kei­ten oder der Pro­duk­ti­on von Müt­zen. Son­dern um die so­zia­len Kon­tak­te, mit­hin: um Mit­mensch­lich­keit. Wenn die äl­te­ren Men­schen zu uns kom­men, wenn sie sich in der Ge­mein­schaft wohl­füh­len, fan­gen sie an zu er­zäh­len – von ih­ren Wün­schen und Hoff­nun­gen, aber auch von ih­ren Sor­gen und Nö­ten. Da kön­nen wir oft an­set­zen und hel­fen“, be­schrieb Gud­run Gre­ger, die Lei­te­rin des MGH, den wah­ren Sinn des Kur­ses kürz­lich ge­gen­über die­ser Redaktion.

    Zehn Jah­re alt wird das Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­haus in die­sem Herbst. Und in der Be­völ­ke­rung und un­ter den lo­kal­po­li­ti­schen Ak­teu­ren ist die Wert­schät­zung für die Ein­rich­tung stark ge­wach­sen. Weil das MGH gute Ar­beit macht, vie­le Men­schen da­von pro­fi­tie­ren und man­che von ih­nen auf die An­ge­bo­te – etwa zur Be­treu­ung von Klein­kin­dern – schlicht an­ge­wie­sen sind. Und all­mäh­lich ver­liert die alte Macho­ge­nera­ti­on an Ge­wicht, die der fel­sen­fes­ten Über­zeu­gung ist, dass es schon seit je­her Auf­ga­be der Wei­ber“ ist, sich am bes­ten zu Hau­se um die Kin­der und die Al­ten und das gan­ze so­zia­le Zeug zu küm­mern, gra­tis ver­steht sich, weil frau“ eh nichts Bes­se­res zu tun hat. Ergo, dass es kei­nes Mehr­ge­ne­ra­tio­nen­hau­ses bedürfte.

    Die jün­ge­ren Män­ner­jahr­gän­ge, die selbst den Kin­der­wa­gen ge­scho­ben und den Spröss­ling ei­gen­hän­dig ge­wi­ckelt oder ge­füt­tert ha­ben, be­grei­fen viel mehr, dass das Küm­mern um Kin­der oder die Für­sor­ge für die de­menz­kran­ke Oma mehr als Pi­pi­fax ist. Frei­lich kommt hin­zu, dass der Man­gel an Fach­ar­beits­kräf­ten auch im Land­kreis und in je­der Ge­mein­de den Druck er­höht, um­fas­sen­de Be­treu­ungs- und Ver­sor­gungs­an­ge­bo­te zu schaf­fen. Auch von da­her ist die Kreis­po­li­tik froh, dass es das MGH gibt.

    Trotz­dem zeigt sich am Bei­spiel MGH Haß­furt, wie weit un­se­re Ge­sell­schaft da­von ent­fernt ist, den wah­ren Wert der­ar­ti­ger So­zi­al­häu­ser zu er­ah­nen. Am stärks­ten kommt dies da­durch zum Aus­druck, dass das MGH Jahr für Jahr bei der Kreis­stadt und dem Land­kreis um Zu­schüs­se bet­teln muss und streng ge­nom­men nie Pla­nungs­si­cher­heit über zwölf Mo­na­te hin­aus hat. Auch der Bund könn­te plötz­lich sei­ne För­de­rung strei­chen. Das mag un­wahr­schein­lich sein, lässt aber er­ah­nen, dass die Exis­tenz­ängs­te der Häu­ser die Po­li­tik we­nig be­küm­mert. Man fragt sich, wie vie­le ver­gleich­ba­re Pro­jek­te es im Land­kreis gibt, die sich der­art von Jahr zu Jahr han­geln müssen.

    Er­staun­lich ist auch, wie selbst­ver­ständ­lich vie­len Bür­gern und Man­dats­trä­gern ge­ra­de das ge­wal­ti­ge eh­ren­amt­li­che En­ga­ge­ment er­scheint. So als sei es das Nor­mals­te der Welt, sich in so­zia­ler Ar­beit zu ver­schen­ken – was die Frei­wil­li­gen si­cher ger­ne tun. Aber man stel­le sich vor, man ver­lang­te von ei­nem In­ge­nieur, eine Kreis­stra­ße für ei­nen Ap­fel und ein Ei zu pla­nen und von ei­nem Rechts­an­walt, den Kreis eh­ren­amt­lich vor Ge­richt zu ver­tre­ten. Un­se­re Ge­sell­schaft hat die Lek­ti­on erst zu ler­nen, welch enor­men Wert so­zia­le Ar­beit hat. Und welch un­er­läss­li­chen Bei­trag sie zum so­zia­len Frie­den leis­ten muss – in ei­ner Welt, in der ei­ner­seits die Fa­mi­li­en­ver­bän­de im­mer klei­ner wer­den oder sich auf­lö­sen. Und in der an­de­rer­seits die Ge­sell­schaft kul­tu­rell, po­li­tisch und re­li­gi­ös im­mer he­te­ro­ge­ner wird.


    Links zum Thema:
    → Pro­jekt­vor­stel­lung: Licht­stu­be – GemeinsamHANDarbeiten
    → Pres­se­ar­ti­kel MGH: Fi­nan­zie­rung für 2018 steht (Dr. Mar­tin Sage)

     

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